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Hannes Wilhelm-Kell reichte die unter der Nummer 0709/2015 registrierte EU-Petition ein. Petitionen können nur von Privatpersonen eingereicht werden, aber natürlich von Organisationen, Verbänden und anderen Personen unterstützt werden. Diese Petition richtet sich auf 5 Mißstände rund um den Lausitzer Kohlebergbau:
substanzzerstörende Vernichtung des Siedlungsgebietes der indigenen Bevölkerung Wenden und Sorben, inkl. Folgeschäden durch mangelnde Standsicherheiten in Tagebaurandgebieten und Verstoß gegen den Schutz des Siedlungsgebietes
flächendeckende Verseuchung des Grund- und Fließgewässerreservoirs mit Eisenocker, Sulfat und Schwermetallen und damit Verstoß gegen die EU-Wasserschutzrichtlinie,
anhaltende Luftverschmutzung mit Feinstaub und Schwermetallen und damit Verstoß gegen die EU-Richtlinie zur Luftreinhaltung,
indirekte und direkte Subventionierung des Kohlebergbaus durch rechtswidrige Abgaben- und Haftungsfreistellungen und damit Verstoß gegen EU-Binnenmarktrichtlinien,
Verstöße gegen die Auflagen der Tagebaugenehmigung und im Tagebauvorfeld im Bezug auf die Europäische FFH-Artenschutzrichtlinie.
Die Lausitzer Allianz unterstützt darüber hinaus die ebenfalls bei der EU-Petitionskommission eingereichte Petition "Rettet unser Wasser" von Dr. Oliver Powalla. Die EFA-EU-Parlamentsmitglieder sind bemüht, die Petitionen thematisch und sachlich im Petitionsausschuß zu vereinen.

Weiterer Erfolg der Petition: Der Petitionsausschuß hat auf seiner Sitzung im Oktober 2017 beschlossen, eine Expertenkommission zum Thema in die Lausitz zu entsenden, um sich vor Ort ein Bild von den Zuständen zu machen."

EU-PetitionEingangsbestätigung
an den Petitionsausschuß des EU-Parlamentes
Bilder und Presse
Vortrag zur Anhörung am 13.7.2016 im EU-Parlament in Brüssel
Versuch einer Stellungnahme der EU-Kommission zur Anhörung am 13.7.2017